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Was ist eine Verlosung in Deutschland? Begriff, Pflichten der Veranstalter und Beispiele

Eine Verlosung in Deutschland ist ein Gewinnspiel, bei dem der Zufall entscheidet, wer gewinnt, und nicht eine Leistung oder ein Ranking. Veranstalter nennen in ihren Teilnahmebedingungen, welche Handlungen zur Teilnahme gehören, wann die Auslosung stattfindet und wie die Gewinner benachrichtigt werden. Bei einem technischen Auswahlverfahren gelten dafür eigene Anforderungen, die die Medienanstalten in ihrer Gewinnspielsatzung festhalten.

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Die Teilnahmebedingungen legen fest, was ein Teilnehmender tun muss, und bei sozialen Netzwerken geht das über eine einfache Anmeldung hinaus. Der Anbieter Prepaid-Hoster verknüpfte die Teilnahme mit dem Folgen eines Kontos, dem Liken eines Werbebeitrags und dem Markieren einer Person. Solche Schritte bestimmen den Teilnehmerkreis, bevor der Zufall überhaupt zum Zug kommt. Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Schritte für die Teilnahme verlangt werden.

Eine Verlosung und eine Abstimmung lassen sich auch verbinden, und dann liegt der Unterschied im Ablauf. Bei einer Vergabe nach Stimmenzahl gewinnt der Beitrag mit den meisten Stimmen. Bei einer Verlosung unter den Spitzenbeiträgen entscheidet erst das Los, aber nur unter den Beiträgen, die die Abstimmung nach vorn gebracht hat. Bei einer Verlosung unter allen Teilnehmenden zählen die Stimmen nicht mehr, nur die Teilnahme. Sie sollten in der Ausschreibung prüfen, auf welcher Stufe der Zufall eingreift.

Der Zufall entscheidet, nicht die Leistung

Ob der Veranstalter die Auslosung von Hand, mit einem Zufallsgenerator oder mit einem Tool wie Easypromos vornimmt, ändert am Prinzip nichts. Es ändert aber, was sich später nachprüfen lässt. Ein Verfahren, dessen Ablauf festgehalten wird, lässt sich belegen. Eine Auswahl, die nur aus der Erinnerung beschrieben wird, lässt sich dagegen kaum überprüfen. Das Prinzip bleibt in beiden Fällen gleich, die Belegbarkeit nicht.

Bei der YouTube-Verlosung der Campingfreunde Assekuradeur GmbH aus Lübeck geschah die Teilnahme über den Kanal selbst: Abonnieren und Kommentieren. Die Benachrichtigung lief ebenfalls über einen Kommentar. Teilnahme und Verständigung am selben Ort sind praktisch, aber sie verbinden zwei Schritte, die man getrennt prüfen sollte: wer teilnehmen darf und wer tatsächlich gezogen wurde.

Die Schritte vor der Auslosung bestimmen den Kreis, aus dem gezogen wird. Bei der Twitter-Verlosung von Prepaid-Hoster bildeten die Teilnahmeschritte genau diesen Kreis. Ein Teilnehmer, der einen Schritt auslässt, steht im Lostopf nicht, auch wenn er sonst alles richtig macht. Das ist die eigentliche Mechanik: Der Zufall wirkt nur innerhalb des Kreises, den die Bedingungen festlegen.

Bei der Tassen-Verlosung von Nerdweib auf Twitch galt zusätzlich eine feste Uhrzeit: Das Ticket musste als Kommentar während dieser Zeit abgegeben werden. Zeitfenster sind damit Teil des Verfahrens und keine bloße Formalität. Wer außerhalb des Fensters kommentiert, fällt aus der Auslosung heraus, auch wenn sein Beitrag inhaltlich passt.

Eine Verlosung lässt sich in Stufen zerlegen: wer teilnehmen darf, wer in den Lostopf kommt und wer am Ende gezogen wird. Easypromos trennt bei PhotoFun-Wettbewerben diese Stufen ausdrücklich, weil der Veranstalter zwischen der Vergabe nach Stimmenzahl, einer Verlosung unter den Spitzenbeiträgen und einer Verlosung unter allen Teilnehmenden festlegt. Wer nur den Gewinn liest, übersieht diese Stufen leicht.

Die Severin Elektrogeräte GmbH setzt für ihre Instagram- und Facebook-Verlosungen ein Tool ein, das die Gewinner unter allen Teilnehmenden zufällig ermittelt. Damit ist der Zufall an ein Tool gebunden, und der Ablauf lässt sich über den Anbieter des Tools nachvollziehen, wenn der Veranstalter das angibt.

Die Gewinnspielsatzung der Medienanstalten setzt bei technischen Auswahlverfahren eine klare Grenze: Zeitpunkt und Auswahl müssen dem Zufall folgen. Sie betrifft damit die Art, wie am Ende gezogen wird, und den Zeitpunkt der Ziehung. Die Anforderung gilt nach dem Wortlaut dort, wo ein technisches Verfahren die Auswahl trifft.

Ein festgelegter Zeitpunkt gibt Teilnehmenden einen Prüfpunkt an die Hand. Wann genau gezogen wird, sollte in den Teilnahmebedingungen stehen, und die Benachrichtigung der Gewinner ist ein eigener Schritt, der anders geregelt sein kann. Wer nach der Auslosung nichts hört, sollte deshalb zuerst in den Bedingungen nachsehen, welcher Weg für die Benachrichtigung vorgesehen ist, bevor er den Veranstalter anschreibt.

Teilnahmebedingungen und Satzung setzen die Grenzen

Die Teilnahmebedingungen sind der Ort, an dem eine Verlosung rechtlich greifbar wird. Dort stehen die Teilnahmehandlungen, der Zeitraum, die Teilnahmeberechtigung und die Art der Auslosung. Wer nur den Werbetext liest, sieht den Gewinn, aber nicht die Regel, nach der er vergeben wird. Lesen Sie die Bedingungen vollständig, bevor Sie an einer Verlosung teilnehmen, und notieren Sie Zeitraum und Auslosungsdatum, wenn beides genannt ist. Wenn später ein Gewinn angezweifelt wird, sind diese Bedingungen der Maßstab, an dem sich alles andere messen lässt.

Die Gewinnspielsatzung der Medienanstalten verlangt bei technischen Auslosungen Zufall für den Zeitpunkt und für die Auswahl. Für Veranstalter heißt das, dass der Termin nicht nach Gutdünken bestimmt werden darf. Für Teilnehmende ist eine feste Angabe zum Zeitpunkt deshalb ein Prüfpunkt, den sie selbst nachhalten können.

Die Benachrichtigung der Gewinner gehört zu den Regeln, die man vor der Teilnahme liest. Bei der Campingfreunde-Verlosung sollte die Verständigung per Kommentar erfolgen, also über denselben Kanal, auf dem die Teilnahme stattfand. Fehlt in den Bedingungen eine Frist für die Rückmeldung, bleibt offen, wie lange ein Gewinn beansprucht werden kann.

Teilnahmeschritte in sozialen Netzwerken sind Voraussetzungen, und sie gelten als solche, nicht als freiwillige Zugabe. Bei der Twitter-Verlosung von Prepaid-Hoster waren Folgen, Liken und Markieren Voraussetzung. Die Plattform hat eigene Regeln für solche Aktionen, und die gelten neben den Bedingungen des Veranstalters. Wer beide Texte kennt, weiß, welche Regel bei einem Streit welche Frage beantwortet.

Ein Wohnsitzkriterium gehört zur Teilnahmeberechtigung und nicht zur Gewinnermittlung. Bei Nerdweib verlangte die Teilnahme eine Anschrift in Deutschland. Wer außerhalb wohnt, fällt damit aus dem Kreis, auch wenn der Kommentar fristgerecht und vollständig ist.

Die Bedingungen der Severin Elektrogeräte GmbH verbinden Wohnsitz und Alter. Teilnehmen dürfen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die volljährig sind. Eine Person aus einem dieser Länder, die noch nicht volljährig ist, gehört deshalb nicht zum Kreis. Beide Bedingungen gelten zusammen, keine davon ersetzt die andere.

Ausschluss und Verlust des Gewinns sind eigene Vorgänge. Wer gegen eine Teilnahmebedingung verstößt, verliert den Anspruch nach den dortigen Regeln. Ob ein Ersatzgewinner nachrückt oder der Gewinn verfällt, steht nur in der Ausschreibung. Eine allgemeine Regel dafür ist aus den Angaben nicht abzuleiten, und Sie sollten diese Frage vor der Teilnahme klären und nicht erst nach einer Benachrichtigung.

Bei einer Verlosung unter den Spitzenbeiträgen ist die Abstimmung nur eine Vorstufe. Die Regeln sollten angeben, wer die Stimmen zählt, ab welchem Stand die Auslosung beginnt und ob Stimmen nach einem Stichtag noch zählen. Fehlt eine dieser Angaben, entscheidet der Veranstalter sie später, und Teilnehmende haben dann keinen Text, an dem sie sich orientieren können.

Eine einheitliche Antwort für alle Verlosungen in Deutschland lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten. Die Gewinnspielsatzung der Medienanstalten legt für technische Auswahlverfahren eine Linie fest. Die einzelnen Teilnahmebedingungen füllen den Rest aus, und bei Verlosungen mit Abstimmung kommt die Frage hinzu, wann die Stimmen geschlossen werden.

Keine Gewinngarantie, Ausschluss liegt beim Veranstalter

Ob ein bestimmter Teilnehmer gewinnt, entscheidet die Auslosung des jeweiligen Veranstalters, und keine Erklärung zu Begriffen kann eine Ziehung nachträglich ändern. Wer eine Verlosung anzweifeln will, braucht das Protokoll der Auslosung, sofern es eines gibt, die Teilnahmebedingungen und die Benachrichtigung, nicht eine allgemeine Erklärung. Eine Begriffserklärung kann Begriffe trennen und Zuständigkeiten sichtbar machen, mehr leistet sie nicht.

Die Plattform, auf der ein Gewinnspiel läuft, hat eigene Regeln zu Aktionen, Werbung und Gewinnspielen. Welche Aktionen sie zulässt, ergibt sich aus deren Regeln und nicht aus einer Ausschreibung. Beide Regelwerke gelten nebeneinander, und keines ersetzt das andere. Die Regeln einer einzelnen Plattform lassen sich ohne deren eigene Texte nicht beschreiben.

Der Kauf von Stimmen in einem Contest mit Abstimmungsstufe kann nach den Teilnahmebedingungen als Manipulation gelten, und dann greift die Regel des Veranstalters, nicht die Verlosung selbst. Ob ein solcher Kauf im Contest auffällt, hängt an der Prüfung des Veranstalters, und deren Umfang ist aus den Angaben nicht ablesbar. Eine Verlosung unter allen Teilnehmenden kennt diesen Weg gar nicht, weil dort die Stimmen keine Rolle spielen.

Keine Teilnahme garantiert einen Gewinn, und keine Verlosung verspricht eine bestimmte Gewinnchance. Die Zahl der Teilnehmenden bestimmt, wie groß die Chance eines Einzelnen ist, aber die Angabe dazu steht nur in der Ausschreibung. Wer mehrere Schritte mitmacht, verbessert damit nicht automatisch seine Lage, denn die Regel entscheidet, ob ein zusätzlicher Schritt überhaupt zählt.

Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf Teilnahmebedingungen mehrerer Veranstalter, auf die Gewinnspielsatzung der Medienanstalten und auf Anleitungen eines Tool-Anbieters. Diese Quellen wurden geprüft und zuletzt im Oktober dieses Jahres überprüft. Welcher Gewinn, welche Frist und welcher Termin in einem bestimmten Gewinnspiel gelten, steht nur im Regelwerk dieses Gewinnspiels. Wo dieses Regelwerk fehlt, endet die Aussage.

Was Veranstalter in ihren Bedingungen verbieten

Fast jeder deutsche Wettbewerb verbietet in den Teilnahmebedingungen gekaufte, künstlich erzeugte und automatisierte Stimmen. Veranstalter können solche Stimmen für ungültig erklären, Teilnehmer ausschließen und bereits zugesprochene Gewinne aberkennen. Ein offener Aufruf an das eigene Publikum, regulär abzustimmen, ist dagegen bei den meisten Organisatoren ausdrücklich erlaubt. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie handeln.

zooundco.de rockantenne.de deutscher-engagementpreis.de

Warum normale Teilnahme unauffällig bleibt

Abstimmungssysteme prüfen Doppelabstimmungen über Konten, E-Mail-Adressen, Geräte und IP-Adressen. Wer sein Publikum offen zum Abstimmen aufruft, erzeugt genau das Muster, das diese Systeme erwarten: echte Konten, verschiedene Geräte, Stimmen verteilt über den Zeitraum. Massenhafte Stimmen aus einer Quelle fallen dagegen auf und werden häufig gar nicht erst gewertet.

sparda-vereint.de pollunit.com help.pinpoll.com

Die rechtliche Lage in Deutschland

Bei Wahlen und Abstimmungen in einer Volksvertretung ist der Kauf oder Verkauf einer Stimme strafbar. Solche Abstimmungen lehnen wir grundsätzlich ab. Bei privaten Gewinnspielen, Leserwahlen und Publikumspreisen entscheidet der Veranstalter über die Regeln; er muss die Teilnahmebedingungen klar und eindeutig angeben und kann Verstöße sanktionieren.

ihk.de deutscher-engagementpreis.de

Was wir garantieren und was nicht

Wir verkaufen nichts und garantieren daher kein Ergebnis. Diese Seite dokumentiert, wie Abstimmungen funktionieren. Kein Anbieter kann verhindern, dass ein Veranstalter Stimmen verwirft oder einen Teilnehmer disqualifiziert. Wenn ein Wettbewerb gekaufte Stimmen ausschließt, ist die Teilnahme verloren, und dagegen gibt es keinen Schutz.

deutscher-engagementpreis.de psd-nachbarschaftspreis.de landwirtschaft-verstehen.at

Fragen

Eine Verlosung ist ein Gewinnspiel, bei dem der Zufall über den Gewinner entscheidet und nicht eine Leistung oder ein Ranking.

Die Gewinnspielsatzung der Medienanstalten verlangt für technische Auslosungen Zufall bei Zeitpunkt und Auswahl. Eine allgemeine rechtliche Einordnung jeder Verlosung lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten.

Die Teilnahmebedingungen der genannten Veranstalter nennen die Teilnahmehandlungen, den Teilnehmerkreis, den Termin der Auslosung und die Benachrichtigung der Gewinner. Welche Angaben darüber hinaus verpflichtend sind, lässt sich aus den beschriebenen Regeln nicht ablesen.

Vor der Teilnahme sollten Teilnehmende prüfen, welche Schritte verlangt werden, wer teilnehmen darf und wann die Auslosung stattfindet. Ein Gewinnspiel ohne feste Angabe zum Termin lässt sich später schwer nachvollziehen.

Ja. Bei PhotoFun-Wettbewerben von Easypromos kann der Gewinn unter den Beiträgen mit den meisten Stimmen verlost werden.

Ein typischer Fehler ist eine Angabe, die offenlässt, auf welcher Stufe der Zufall eingreift, etwa bei einer Vorauswahl durch Abstimmung. Ebenso kann eine fehlende Frist für die Rückmeldung der Gewinner einen Anspruch unklar machen.

Ob der Kauf von Stimmen in einem Contest erlaubt ist, hängt an den Teilnahmebedingungen und am anwendbaren Recht. Aus den beschriebenen Verlosungen ist dazu nichts ablesbar, und ein allgemeines Ja oder Nein für Deutschland lässt sich daraus nicht ableiten.

Der Veranstalter entscheidet über den Ausschluss nach seinen Teilnahmebedingungen, nicht die Plattform, auf der das Gewinnspiel läuft.

Wie zählt Ihr Wettbewerb?

Nennen Sie uns den Wettbewerb und Ihre Frage: Wir prüfen, was seine Teilnahmebedingungen zur Zählung sagen, und antworten per E-Mail. Lassen die Regeln keinen Spielraum, schreiben wir auch das offen, mit dem Satz aus den Bedingungen, auf den es ankommt.

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